Mädchen trösten eine Freundin

Helfen macht glücklich

5. Juli 2017|Posted in: Texte

Ich war schon oft in Situationen, in denen ich nicht mehr weiter wusste. Oder in denen meine Probleme übermächtig erschienen, der Berg vor mir einfach zu groß und unüberwindbar. Wenn man sich in einer solchen Lage befindet, ist es unglaublich wohltuend, wenn plötzlich jemand vor einem steht und sagt: „Ich glaube, ich kann dir helfen!“
Dabei muss es sich weder um eine materielle noch um eine manuelle Hilfe handeln. Manchmal reicht es, einfach nur zuzuhören, den anderen fest in die Arme zu schließen und Trost zu spenden. Manchmal hilft auch Ablenkung. Und manchmal ist es am hilfreichsten, wenn man nur die richtigen Personen miteinander bekannt macht.

So wie neulich, als ich nach der Arbeit mit einer Freundin plauderte und eine Bekannte von ihr dazu kam. Ich hatte die Frau zuvor noch nie getroffen, doch es war ihr anzusehen, dass sie verzweifelt war. Irgendetwas sehr schweres bedrückte sie. Meine Freundin stellte uns gegenseitig vor, und die Bekannte begann sofort damit, mir ihren Kummer zu schildern, in der Hoffnung, ich könne ihr weiterhelfen. Mir war schnell klar, dass ich nicht die richtige Person war, um ihr zu helfen, doch ich kannte jemanden, der das vielleicht tun konnte. Also nahm ich die Bekannte mit und stellte sie der Person vor, die meiner Meinung nach der richtige Ansprechpartner war. Und tatsächlich nahm die sich ihrer an.
Die Bekannte meiner Freundin war so erleichtert darüber, dass sie vor Dankbarkeit weinte. Sie bedankte sich überschwänglich bei mir, und ich freute mich riesig, dass ich dieser unbekannten Frau hatte helfen können.
Das Ganze hatte mich fünfzehn Minuten meiner Zeit gekostet. Aber den Rest des Tages schwebte ich wie auf Wolken.

Mir wurde an diesem Tag sehr deutlich bewusst, dass jeder von uns Zeiten durchmacht, in denen er alleine nicht mehr oder nur unter größten Schwierigkeiten vorwärts kommt. Wie gut, wenn wir dann Freunde und Bekannte haben, an die wir uns wenden können und die uns mit ihrer Unterstüzung, welcher Art sie auch immer sei, beistehen.
Ich weiß, dass es manchmal Überwindung kostet, um Hilfe zu bitten. Vielleicht, weil man nicht zugeben möchte, dass man Hilfe nötig hat, oder weil man stolz ist und denkt: „Das muss ich doch auch alleine schaffen können!“ Aber  wir alle sind nur Menschen, und Menschen sind soziale Wesen. Wir sind nicht dazu gedacht, immer nur alles alleine zu schaffen. Gegenseitige Unterstüzung ist ein tief verwurzelter Wesenszug in uns, etwas, das unsere Menschlichkeit ausmacht. Wenn wir Hilfe nötig haben, sollten wir den Mut haben, darum zu bitten.
Und immer bedenken, dass derjenige, der uns Hilfe schenken kann, nicht leer ausgeht: ihn erfüllt das Glück, jemandem geholfen zu haben.

Helfen macht glücklich – und meistens beide Seiten.

 

Chris

Hallo, ich heiße Christine und bin die Begründerin dieses Blogs. Ich poste hier Texte, Gedichte und Bilder zu der Frage, wie man seine Herzenswünsche entdecken und das Leben leben kann, das uns ganz persönlich glücklich macht. Ich würde mich freuen, wenn du meinen Blog abonnierst und mir auch mal Kommentare zu meinen Beiträgen sendest!

Leave a Reply


You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*